Hohe Auszeichnung für das bbz

Siegen, 24.11.2008. Das Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen ist mit seinem Projekt „Haus der Berufsvorbereitung" im Jahre 2009 „Ausgewählter Ort im Land der Ideen".

Damit wird die Geisweider Bildungseinrichtung Teil der bundesweiten Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen", die gemeinsam von der Standortinitiative „Deutschland - Land der Ideen" und der Deutschen Bank durchgeführt wird und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler steht. Als einer von 365 „ausgewählten Orten" wird das bbz im Jahre 2009 damit Deutschland, das „Land der Ideen", repräsentieren. Die offizielle Preisverleihung erfolgt Anfang Februar 2009. Bundesweit wurden über 2.000 Bewerbungen im Rahmen des

Deutschland. Land der ideen

Wettbewerbs eingereicht. Sie wurden von einer Jury gesichtet, die unter Vorsitz von Prof. Dr. Martin Roth, dem Generaldirektor Staatliche Kunstsammlungen in Dresden, und Prof. Dr. Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, in der vergangenen Woche die Preisträger auswählte.

bbz-Geschäftsführer Klaus Gräbener wertete die hohe Auszeichnung als weiteren Beleg dafür, dass die vom bbz maßgeblich mitentwickelten Strategien, insbesondere Hauptschülern einen reibungsloseren „Übergang von der Schulbank an die Werkbank" zu ermöglichen, mittlerweile auch überregionale Aufmerksamkeit erlangten. Es freue ihn vor allem auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere für Uta Fiedler und Eberhard Dax, die in den letzten Jahren eine ganz wichtige Arbeit in beiden Kreisen geleistet hätten, die durch die Auszeichnung weitere Anerkennung fände. Zugleich hob Gräbener hervor, das bbz sei als Teil einer regionalen Gemeinschaftsinitiative ausgezeichnet worden: „Viele Akteure in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe waren in den vergangenen Jahren bereit, neue Wege einzuschlagen und auch unorthodoxe Ideen zu unterstützen. Beide Landräte, beide Kreistage, Stiftungen, Verbände und Gewerkschaften, IHK, Agentur für Arbeit, ARGE und nicht zuletzt knapp 40 Unternehmen trugen maßgeblich dazu bei, dass wir unsere Idee in beiden Kreisen umsetzen konnten. Ihnen allen gilt diese Auszeichnung ebenso wie uns." Für das bbz sei diese Ehrung Ansporn und Ermutigung zugleich, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen.

Hermann-Schmidt-Preis

Das „Werkstattprojekt für Hauptschüler“ wird mit dem 3. Preis prämiert

„Innovative Wege in die betriebliche Berufsausbildung“ -  so das Thema des Wettbewerbs 2006  um den Hermann-Schmidt-Preis. Insgesamt sechs Projekte und Initiativen wurden vom Verein „Innovative Berufsbildung e. V.“ für ihre herausragenden Leistungen gewürdigt. Der Preis, der nach dem langjährigen Präsidenten des Bundesinstitutes für Berufsbildung, Prof. Dr. Hermann Schmidt benannt ist, will innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis initiieren und fördern.


Rund zwei Drittel aller Schulabgänger und Schulabgängerinnen streben eine betriebliche Berufsausbildung an. Jedoch ist der Weg von der Schule in die Berufsausbildung schwieriger und länger geworden. Viele Schulabgänger finden direkt nach beendeter Schulzeit keinen Ausbildungsbetrieb und durchlaufen Orientierungs- und Förderphasen. Zugleich finden viele Betriebe keine oder keine geeigneten Bewerber bzw. Bewerberinnen für ihre Ausbildungsplätze.

Hier setzte auch das regionale Übergangsmanagement des bbz's im Sinne der Jugendlichen und der Ausbildungsbetriebe an: Mit dem „Werkstattprojekt für Hauptschüler“ wurden kurze Wege von der Schule in die betriebliche Berufsausbildung entwickelt und umgesetzt. Mit großer Konsequenz wurde eine effektive Berufswahlorientierung ausgestaltet, in der die beteiligten Schüler systematisch und konsequent gefordert und gefördert wurden. Die Jugendlichen selbst bewiesen sich und den künftigen Ausbildungsbetrieben dabei hohe Motivation, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit.